Montag, 26. September 2011

Hamburg Wochenende

Meine neuen Lebensumstände haben natürlich auch Änderungen in der Strategie nach sich gezogen, wie/wann/wo As und ich uns treffen. "Irgendwo in  der Mitte" war also eine gute Gelegenheit den Norden Deutschlands etwas näher zu erkunden. :)
Aber nicht nur aus rein geographischen Gründen haben wir uns schlussendlich in Hamburg getroffen. Während As durch diverse Erfahrungsberichte schon einiges darüber gewusst hat, war es für mich persönlich ein doch noch eher unbeschriebenes Blatt. Umso positiver war ich dann eigentlich davon überrascht, wie "cool" diese Stadt eigentlich ist und wie sehr ich es genossen hab, dort zu sein. Noch dazu war es hier doch noch um einige Grade wärmer als in Dänemark, da ist mir das eher "südländische" Flair von St. Pauli mit seinen offenen Bars und Cafés umso mehr entgegengekommen. Egal ob am Tag oder bei Nacht, hier gab es irgendwie immer was zu tun oder zu erleben. ;)
Außerdem haben wir uns für das Wochenende entschieden, an dem das Reeperbahnfestival stattgefunden hat, welches sich, wie der Name schon vermuten lässt, auf der und rund um die Reeperbahn abspielt, also ebenfalls in St. Pauli. Eigentlich ein riesiges Clubfestival, gibt es zusätzlich doch auch einiges an Open Air Action in den Straßen und Parks zu erhaschen. Es hat zum Glück auch gar nix mit dem allgemeingültigen Ruf der Reeperbahn zu tun, Inhalt ist ein vielseitiges alternatives und künstlerisches Gefüge; das Spektrum reicht von Ausstellungen über Konferenzen und Street-Art-Walks bis hin zu den obligatorischen Konzerten in unzähligen und ungewöhnlichen Locations.

Speicherstadt. (Quelle: de.wikipedia.org)
Ausgestattet mit dem Hamburger StadtRad, haben wir natürlich noch fleißig weiter erkundet. Neben dem äußerst geselligen Sternschanzenviertel, haben wir u.a. dem Hafen, dem Hamburger Berg, der Speicherstadt oder der futuristischen HafenCity einen Besuch abgestattet. Klarerweise haben wir auch Altona ausgekundschaftet, der äußerst gemütliche und freundliche Stadtteil, in dem unser B&B gelegen war.
Alles in allem also ein ziemlich perfektes Wochenende, dass wir Hamburg da zu verdanken haben. Wie immer gibt es wieder mal kein Foto von uns beiden, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das noch in dem ein oder anderen Blog-Eintrag der Fall sein wird. :)

Freitag, 16. September 2011

SDU bei Nacht

Dass die Unis in Dänemark ganz gern auch mal zum Feiern einladen, ist kein großes Geheimnis - das haben wir schon bei unseren Recherchen für das Auslandssemester mitbekommen.
Abgesehen davon, dass es Odense Øl (also das lokale Bier) nirgendwo billiger gibt, als bei uns in der Kantine, öffnet die Uni-eigene "Fredagsbar" jeden Freitag um 15:00 Uhr ihr Pforten, um die Woche ausklingen zu lassen und das verdiente Wochenende willkommen zu heißen. :)

Eines Freitags Ende September gab es aber dann ein besonderes Ereignis: Das "Semesterstartsfest" am Haupt-Campus. Von allen Seiten wurde es als eine der besten Parties der Stadt angepriesen, mit ca. 2000 Leuten... Und ich muss sagen, das Fest wurde seinem Ruf gerecht. Unglaublich, wie sehr sich die gute alte rostige Burg für einen Event dieser Art eignet. Definitiv eine der besten Party-Locations, die ich je besucht hab, und das waren mittlerweile doch schon einige... :)
Deshalb wollte ich euch natürlich den einen oder anderen Schnappschuss dieses Abends nicht vorenthalten:

Donnerstag, 15. September 2011

Odense Fjord

Wie versprochen, gibt's auch noch ein paar Eindrücke vom Odense Fjord. Es befindet sich im Nordosten der Stadt und ist wirklich ein schöner Ort, an dem ich bei gutem Wetter dann auch des öfteren anzutreffen bin. :)
Der 1. Teil der Bilder stammt von der westlich des Fjords gelegenen Landzunge. Darauf befinden sich unter anderem Stige Ø, ein Naturschutz- und Erholungsgebiet, und "Sorthusene" (schwarze Häuser), eine kleine Kommune von Jägern und Fischern, welche die geteerten Holzhäuschen als Unterschlupf benutzen. Der Fjord hat mich unter anderem mit frischen Mini-Äpfeln und einem mysteriösen, verlassenen Sonnenstuhl empfangen. Hmm... Na, der Einladung bin ich natürlich gefolgt! ;)
Die restlichen Fotos sind vom Seden-Strand weiter östlich und zugegebenermaßen an einem anderen Tag - und zwar am 02.10. - entstanden. Das Dorf Seden ist ein Vorort von Odense und liegt direkt am Fjord; hat schon was: Haus samt Garten und das am Strand. Aber gut erzogene Kids! Haben höflich gefragt, ob ich mit meiner Fotografiererei denn schon fertig sei, bevor sie mir die Motive, nämlich ihre Kajaks und Kanus, wegnahmen... Gutes Timing, war ich doch sowieso gerade dabei, die Kamera wegzulegen, und mir mit einem genüsslichen Bier am Strand den Sonnenuntergang anzusehn.

Stige Ø:
Seden Strand:

Donnerstag, 8. September 2011

Besuch von Baily und Chris

Am 6. September sind Baily und Chris von ihrer Motorradtour in Norwegen zurückgekehrt und haben dann noch 3 Tage hier verbracht. Es hat mich ziemlich gefreut, nach der ersten Ein- gewöhnungsphase Kurzbesuch aus der Heimat zu empfangen.
Die ersten beiden Tage haben wir gemütlich bestritten, und ich hab die beiden natürlich auch ein wenig in Odense herumgeführt. Unter anderem haben wir uns auch sportlich betätigt und dabei unsere Gleichgewichtssinne trainiert, wie man in dem kurzen Video sehen kann. :)
Für den letzten Tag vor ihrer Abreise zurück nach Österreich haben wir beschlossen, nach Kopenhagen zu fahren, und uns in der dänischen Hauptstadt ein wenig umzusehen. Inklusive Christiania...
Unsere Reise hat uns dabei über die imposante Storebælt Hängebrücke geführt, welche die Inseln Fünen und Seeland miteinander verbindet. Fahrten nach Seeland sollte man aber gut planen und am besten mit vollem Auto bestreiten, da der Preis von DKK 220,- (ca. EUR 30,-) pro Überfahrt doch ziemlich heftig ist. Nichtsdestotrotz war dieser Ausflug ein gelungenes Erlebnis.
Mit den besten Grüßen an die Jungs daheim! :)

Odense:





Kopenhagen:

Mittwoch, 7. September 2011

SDU: Erste Eindrücke

Auf der Süd-Dänischen Uni (SDU) ticken die Uhren ein bisserl anders, als bei uns bzw. als wir es gewohnt waren. Die Lehrveranstaltungen sind um einiges interaktiver und den Studenten wird mehr Eigenverantwortung abverlangt. Während wir zum Großteil lösungsorientiertes Studieren gewohnt waren, liegt hier ganz klar der Fokus auf problembasiertem Lernen. Der Student steht im Mittelpunkt und wird von Professoren, Vorlesungen und Projekten umgeben, die ihm/ihr auf jeglich erdenkliche Weise Input zur Wissensvermehrung und Erfahrungsgewinnung liefern. Was der liebe Student dann daraus macht, bleibt ihm/ihr überlassen.
Äußerst positiv fällt mir hier das Verhältnis zwischen Studenten und Professoren auf: Man spricht sich gegenseitig ausschließlich mit dem Vornamen an und befindet sich auf demselben hierarchischen Level. Akademische Titel hab ich bis heute auch noch keine entdeckt und die Professoren sind der Idee, dass sie auch von den Studenten noch was lernen können, nicht abgeneigt - ganz im Gegenteil.
Auch organisatorisch sowie administratorisch gibt es hier bis dato nix bzw. nur sehr wenig zu bemängeln. Zwei kleine Details, die ich persönlich aber sehr lieb gewonnen hab: Erstens kommt der Kaffee nicht aus dem Automaten und ist in Porzellan-Heferl (statt Papp-Becherl) zu haben. Zweitens ist es durchaus üblich, mit Kaffee oder jeglichem Kantinen-Essen und dem dazu notwendigen Besteck/Geschirr in der Uni herumzulaufen bzw. in der Vorlesung zu sitzen. Mhhh... :)
Ein weiterer Unterschied, der zu Beginn für einige Verwirrung gesorgt hat, ist, dass es hier Unisex-WCs gibt. Wer hätte gedacht, dass sich hier Manderl und Weiberl die Heisln teilen?
Ein weiteres lustiges Detail am Rande ist der Spitzname des Main Campus: Aufgrund seiner Bauweise mit grauen Betonplatten, die mit oxidierten Metallplatten verkleidet sind (übrigens nicht nur außen), wird er auch gern liebevoll "Rustenborg" genannt, was soviel bedeutet wie "rostige Burg". (Siehe Fotos)
Summa summarum kann ich eigentlich noch von überhaupt keiner negativen Erfahrung berichten. Bis jetzt passt hier einfach alles. Klarerweise stehen Ende Dezember bzw. Anfang Jänner noch einige Prüfungen und Projektabgaben ins Haus, aber ja... das ist eine andere Geschichte. :)

Dienstag, 6. September 2011

Radlfahrt zur Uni

Zur Abwechslung gibt's wieder mal ein paar bewegte Bilder, und zwar - ganz überraschend - eine Fahrradfahrt! Diesmal war ich gemeinsam mit 4 meiner Mitbewohner am Weg zur Haupt-Uni hier in Odense. Die verwendeten Videos sind schon in den ersten Uni-Tagen entstanden, als die "neuen" Studenten zu den diversen Willkommens-veranstaltungen geladen waren. Daher hatten wir auch alle dieselben Zeit- und Destinationsvorgaben.
Wenn man sich die Umgebung so ansieht, besonders den Weg zum Haupt-Campus, versteht man auch schnell, warum ein Baum bzw. Baumteile das Logo der Süd-Dänischen Universität zieren. Die meiste Zeit verbringen wir allerdings auf unserer Fakultät für Ingenieurwissenschaften, die leider nicht ganz so explizit im Grünen, dafür aber nur halb so weit von uns entfernt liegt. :)
Den Weg zur Uni radeln wir übrigens mittlerweile im Schlaf, was angesichts der teilweise recht zeitigen Vorlesungen am Morgen (8:15) auch kein Nachteil ist... ;)

Montag, 5. September 2011

Odense!

Natürlich existieren auch schon einige Eindrücke und Schnappschüsse von Odense.
Was gibt es also über diese Stadt zu sagen? Odense ist die drittgrößte Stadt Dänemarks und liegt auf der Insel Fünen - Oma hatte also recht! :) Die 167.615 Einwohner tummeln sich recht gemächlich auf ihren Rädern durch die (fast) autofreie Innenstadt mit niedrigen Häusern (zumeist Backstein) und schmalen Gassen. Generell gibt's hier eigentlich sehr viel Platz und auch bemerkenswert viele Grünflächen. Zusätzlich zieht der Fluss Odense Å an seinen Ufern einen breiten, grünen Streifen durch die gesamte Stadt, was spürbar zur Gemütlichkeit dieses Ortes, der typisch dänischen "Hygge", beiträgt.
Auch am Fluss, und nur ca. 100m Luftlinie von mir entfernt, liegt der Zoo. Bei gutem Wind hört man von hier die Tiere brüllen, grunzen, usw. - besonders bei den diversen Fütterungen (Stichwort: Seelöwen). :)
Radelt man ca. 25min nordnordöstlich, gelangt man zum Odense Fjord, eine Meeresbucht, in welche auch die Å mündet. Das Gebiet dort hat sich bei meinem ersten - und bisher leider auch einzigen - Besuch allerdings in so sehenswertem Naturgewand präsentiert, dass ich dem Fjord demnächst einen eigenen Blog-Eintrag widmen werde. :)
And last but not least: Hans Christian Andersen! Odense ist die Geburtsstadt des wohl berühmtesten Dichters und Schriftstellers Dänemarks: "Die Prinzessin auf der Erbse", "Die kleine Meerjungfrau", "Des Kaisers neue Kleider", "Das hässliche Entlein", "Die Schneekönigin", usw. zählen zu seinen Werken. Daher ist (zumindest in der Innenstadt) auch alles 'ver-Andersen-t' und an jeder Ecke findet sich eine Spur des im 19. Jahrhundert wirkenden Märchenschreibers.
Zusammenfassend kann man also behaupten, dass es sich hier um ein echt schönes Fleckchen Erde handelt, und ich mich sehr wohl fühle.

Sonntag, 4. September 2011

Ausflug nach Fyns Hoved

Odense - Fyns Hoved - Kerteminde
Sonntag Nachmittag und die Sonne scheint! Selten, dass das Wetter in Dänemark so stabil ist, aber an diesem Tag hat es bis dato nur 2x geregnet. Somit also der perfekte Tag für einen Ausflug! Dank eines ausgezeichneten Tipps meines Zimmernachbarn Carsten (DE), haben wir uns gemeinsam mit Kate (CZ) und Schratti zum 40km entfernten Naturgebiet "Fyns Hoved" aufgemacht. Fyns Hoved bedeutet soviel wie der "Kopf Fünens" und ist der nördlichste Punkt der Insel.
Bei diesem "Familienausflug" haben sich uns wirklich beeindruckende Lichtspiele und Naturschauspiele geboten. Neben den diversen Vögeln im angrenzenden Schutzgebiet, haben wir unter anderem auch Delfine beobachten können - für mich als Binnenländler und Neo-Insulaner ein noch ungewöhnlicheres Erlebnis, als es ohnehin schon war. :)
Zum Abschluss unseres Trips waren wir noch in Kerteminde, einer kleinen Stadt am Storebælt, bekannt durch die angrenzenden Badestrände. Wie zu erwarten war, hat es aber zu diesem Zeitpunkt schon wieder geregnet, sodass wir uns den Großteil der Gegend leider nur vom Auto aus ansehen konnten...

Samstag, 3. September 2011

Radio3 Live i City

Am Samstag hat der dänische Radiosender "Radio 3" zum Gratiskonzert beim "Flakhaven" in Odense geladen, eine Skulptur, die sich auf einem großen Platz zwischen Rathaus und St. Knud's Kathedrale befindet. Obwohl wir keine der ausschließlich dänischen Bands kannten, haben wir uns die Möglichkeit eines städtischen Open-Airs natürlich nicht entgehen lassen. Dann war dann plötzlich doch ein bekanntes Lied: "Aicha". Aha, Outlandish ist also aus Dänemark. Seufz! Die Location und die Besucher waren echt OK, die Musik ... naja ... äh ... ausbaufähig, zumindest für meinen Geschmack. ;)

Freitag, 2. September 2011

Fahrradfahrt: Odense Zentrum -> heim :)

Heute hab ich mir mal erlaubt, die Kamera während einer meiner täglichen Fahrradfahrten auszupacken. Das Rad ist hier zweifellos das Fortbewegungsmittel Nr. 1. Egal ob zur Uni, zum Einkaufen oder zum Fortgehen, man erledigt alles mit dem Rad. Bin schon gespannt, wie das im Winter aussieht. :)
In diesem Fall komm ich gerade vom Einkaufen aus der Stadt: ein kleiner Ausschnitt aus meinem täglichen Leben und der unmittelbaren Umgebung. Warum die Leute in Odense teilweise rückwärts gehen, kann ich euch aber leider auch nicht beantworten... :)